| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 21.05.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.4. Zweites offenes Votum |
| Antragsteller*in: | Tim Stenzhorn (Sprecher Grüne Jugend Dortmund, Vorstand Nordstadt Grüne, BAG Schwulenpolitik) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 07.05.2026, 20:43 |
A4: Tim Stenzhorn
Selbstvorstellung
Ihr Lieben,
Gute und gerechte Politik ist für mich viel mehr als eine theoretische Debatte. Sie ist die Antwort auf die Frage, wie wir sicherstellen, dass kein junger Mensch sich zwischen Hausaufgaben und dem Überleben entscheiden muss. Sie ist die Antwort darauf, wie Menschen sich direkt in ihrem Leben von der Politik abgeholt fühlen.
Über mich
Mein Name ist Tim Stenzhorn, ich bin Sprecher der Grünen Jugend Dortmund, im Vorstand der Nordstadt-Grünen und seit vielen Jahren im THW und der Jugendverbandsarbeit aktiv. Doch darüber hinaus bin ich jemand, der das System von unten kennt. Mit 17 ausgezogen, konfrontiert mit bürokratischen Hürden und der Realität von Armut, weiß ich: Unsere Gesetze sehen auf dem Papier oft gut aus, scheitern aber in der Praxis an der Lebensrealität von (jungen) Menschen.
Meine Motivation
Wir Grüne haben in der Landesregierung gezeigt, dass wir NRW ökologischer und gerechter machen können. Wir haben den Grundstein dafür gelegt, dass NRW zum ersten klimaneutralen Industrieland wird, und wir haben mit der Einsetzung der unabhängigen Polizeibeauftragten einen Meilenstein für die Bürger*innenrechte und die Transparenz innerhalb der Sicherheitsbehörden gesetzt. Auch beim Kinderschutz und dem Ausbau erneuerbarer Energien geht es endlich voran. Diese Erfolge zeigen: Grüne Regierungsbeteiligung wirkt.
Doch damit diese Fortschritte auch bei den Menschen ankommen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, brauchen wir Stimmen im Landtag, die die Praxis kennen. Ich kandidiere, weil ich meine Expertise aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie dem Katastrophenschutz direkt in die Gesetzgebung einfließen lassen möchte.
Ich will meine praktische Erfahrung aus vielen Jahren Ehrenamt und meiner täglichen Arbeit nutzen, um Brücken zwischen der Lebensrealität vor Ort und den Entscheidungen in Düsseldorf zu bauen.
Meine Schwerpunkte für das Land NRW
Krisenfester Klimaschutz & Katastrophenschutz
Die Klimakrise ist kein Zukunftsszenario, sondern trifft uns bereits jetzt. Wir müssen den Katastrophenschutz in NRW massiv stärken und personell sowie materiell so ausstatten, dass er den Extremwetterereignissen der kommenden Jahrzehnte gewachsen ist. Klimaschutz ist der beste Katastrophenschutz.
Soziale Gerechtigkeit & Queerfeminismus
Ob Wohnungsnot, Bildungschancen oder die Rechte der Queer-Community: Wenn der Bund kürzt, muss das Land NRW zum Schutzschirm werden. Ich kämpfe für ein Bildungssystem, das nicht den Geldbeutel der Eltern prüft, und für eine Queerpolitik, die Schutzräume und Beratungsstellen absichert.
Kinder- und Jugendpolitik
In der neuen Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in Dortmund baue ich Strukturen auf, die junge Menschen wirklich hören. Im Landtag möchte ich mich dafür einsetzen, dass solche Strukturen dauerhaft gesichert werden. Außerdem möchte ich die Verankerung der UN-Kinderrechtskonvention im Grundgesetz vorantreiben. Wir müssen anerkennen, dass verschiedene Lebensrealitäten unterschiedliche Bedürfnisse bedeuten. Jugendschutz bedeutet, Räume zu schaffen, in denen alle sicher sind.
Eine Polizei, die Vertrauen schafft
Sicherheit ist ein Grundrecht, aber sie muss für alle gelten. Der Fall Mouhamed Dramé in Dortmund hat gezeigt, dass wir ein strukturelles Problem haben. Ich stehe für eine machtkritische Transformation der Polizei. Dazu gehören:Vollständig unabhängige Beschwerdestellen außerhalb der Polizeihierarchie.
Multidisziplinäre Krisenteams bei psychischen Notfällen statt Maschinengewehren.
Die Abschaffung von Racial Profiling durch die Reform des PolG NRW.
Rechtsextreme Netzwerke zerschlagen
Der Schutz unserer Demokratie beginnt bei denen, die sie schützen sollen. Studien und Recherchen zeigen, dass extrem rechte Einstellungen und Netzwerke innerhalb der Sicherheitsbehörden ein massives Sicherheitsrisiko darstellen. Ich kämpfe für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verfassungsfeinden.
Klare Kante gegen Rechts
Die AfD ist kein politischer Mitbewerber, sondern eine existenzielle Bedrohung für unsere plurale Gesellschaft. Angesichts der massiven Umfragewerte und der zunehmenden Radikalisierung setze ich mich im Landtag mit Nachdruck für die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens ein. Wir dürfen nicht zusehen, wie unsere Institutionen von innen ausgehöhlt werden.
Schutzräume für Marginalisierte
Als jemand, der für die Rechte der Queer-Community und für die Menschen in der Nordstadt eintritt, weiß ich: Wenn der Faschismus erstarkt, sind sie die Ersten, die es trifft. Demokratieschutz ist für mich daher untrennbar mit Antirassismus und Queerfeminismus verbunden.
Politik darf niemals den Kontakt zur Basis verlieren. Während Paragrafen oft theoretisch bleiben, kenne ich die Herausforderungen, die sie im echten Alltag auf der Straße auslösen. Ich möchte die Stimme sein, die genau diesen Realitätssinn in den Landtag bringt.
Schenkt mir euer Vertrauen, damit wir den kommenden Wahlkampf mit neuer Energie füllen und beweisen, dass frische Perspektiven die Kraft haben, unser Land nachhaltig zu bewegen. Ich möchte Politik für alle machen. Gemeinsam machen wir den Unterschied.
Solidarische Grüße
Tim
- Alter:
- 19
- Geburtsort:
- Dortmund
