| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 21.05.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.4. Zweites offenes Votum |
| Antragsteller*in: | Andreas Hammer |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 18.04.2026, 14:11 |
A2: Andreas Hammer
Selbstvorstellung
Liebe grüne Freund*innen,
die meisten von Euch kennen mich inzwischen. Den anderen stelle ich mich gerne kurz vor. Mein Name ist Andreas, ich bin 57 Jahre alt und habe den größten Teil meines Lebens in Dortmund verbracht. Aufgewachsen bin ich in Aplerbeck, in Bochum habe ich Jura studiert und mein Referendariat habe ich am Landgericht Dortmund gemacht. Seit fast 29 Jahren arbeite ich für ein Versicherungsunternehmen, die ersten zwölf Jahre im Bereich Krankenversicherung in Düsseldorf und seit 2009 im Bereich Rechtsschutzversicherung in Dortmund.
Seit Anfang 2024 bin ich Mitglied im OV Aplerbeck. Seit der Kommunalwahl vertrete ich uns GRÜNE dort in der Bezirksvertretung. Seit November bin ich zudem Sprecher der Großen Fraktion.
Was mein politisches Interesse angeht, bin ich breit aufgestellt. In der BV beschäftige ich mich mit dem Ausbau des Radwegenetzes genauso wie mit dem Bau von inklusiven Spielplätzen und dem Aufstellen neuer Abfallbehälter. Dabei ist die Verkehrspolitik eine meiner großen Leidenschaften. Als begeisterter Fußgänger und Radfahrer weiß ich, wie gefährlich man in einer Welt lebt, die immer noch vorrangig auf den Autoverkehr zugeschnitten ist. Das Radwegenetz lässt nicht nur in Dortmund, sondern überall im Land stark zu wünschen übrig. Und ich will dazu beitragen, das zu ändern. Politik muss umdenken. Die Frage darf nicht sein, wie wir Radwege verbessern, ohne den Autofahrer*innen Platz wegzunehmen. Die Frage muss sein, wem wollen wir den Vorrang auf unseren Straßen einräumen: klimaschädlichen Dreckschleudern oder denjenigen, die sich umwelt- und gesundheitsbewusst fortbewegen?
Klimaschutz darf nicht länger ein politisches Randthema bleiben, um das sich Politik erst kümmert, wenn alle anderen Probleme gelöst sind. Er muss bei jeder einzelnen politischen Entscheidung mitberücksichtigt werden. Ein Beispiel: seit mit dem Beginn des Krieges im Nahen Osten die Spritpreise in die Höhe gingen, stritten sich die an der Bundesregierung beteiligten Parteien darüber, wie man dieser Preiserhöhung begegnen sollte. Während Wirtschaftsministerin Reiche auf eine Erhöhung der Pendlerpauschale setzte, verlangte Finanzminister Klingbeil die Einführung einer Übergewinnsteuer. Beides mögen Mittel sein, entweder die Benzinpreise zu senken oder sie für die Autofahrer erträglicher zu machen. Warum aber sieht niemand in den gestiegenen Preisen eine Chance, den Verkehr in Deutschland endlich grundlegend zu verändern: weg vom klimaschädlichen Auto hin zu Bus und Bahn? Eine Preissenkung des Deutschlandtickets könnte die hohen Belastungen durch gestiegene Benzinpreise genauso abfedern wie die von Union und SPD erwogenen Maßnahmen – und würde zudem noch das Klima entlasten. Stattdessen haben sich die Koalitionspartner bekanntlich auf eine Senkung der Mineralölsteuer geeinigt und „hoffen“ nun darauf, dass die Mineralölkonzerne dieses Geldgeschenk an ihre Kund*innen weitergeben. Und das für gerade einmal zwei Monate! Weitblick sieht wohl anders aus!
Was genauso viel Schutz verdient wie das Klima, ist unsere Demokratie! Deshalb möchte ich daran mitarbeiten, dass das Land Nordrhein-Westfalen sich im Bund für ein Verbot der AfD stark macht. Eine Partei, deren Mitglieder sich selbst als Faschist*innen oder auch als das „freundliche Gesicht des Nationalsozialismus“ bezeichnen, hat in Deutschland nichts zu suchen! Um sie loszuwerden, reicht es weder aus, sich inhaltlich mit ihr auseinander zu setzen noch sie als „populistisch“ abzustempeln. Der Zulauf, den die AfD bei Wahlen immer wieder erfährt, zeigt deutlich: wir werden die Wähler*innen einer solchen Partei nicht zur Vernunft bringen, in dem wir auf „ihrer Partei“ herumhacken. Das haben wir in der Vergangenheit wahrlich oft genug versucht. Der nächste Schritt ist überfällig: die AfD muss verboten werden. Und wenn die Bundesregierung nicht bereit ist, das Verbotsverfahren einzuleiten, dann bleibt es eben am Bundesrat hängen.
Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, Nordrhein-Westfalen zu einem grünen Land zu machen,
- in dem Demokratie einen höheren Stellenwert hat als Bürokratie,
- in dem politische Auseinandersetzungen wieder sachlich geführt werden, nicht populistisch,
- in dem Klimaschutz mehr zählt als die Interessen der Autolobby und
- in dem Brücken gebaut werden, für Radwege, aber auch für Menschen.
Deshalb bewerbe ich mich um das zweite offene Votum für die Landtagswahl im nächsten Jahr. Ich freue mich auf Eure Unterstützung!
Eurer Andreas
- Alter:
- 57
- Geburtsort:
- Dortmund
