| Veranstaltung: | Jahreshauptversammlung 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.5. Bis zu 3 Beisitzer*innen (quotiert) |
| Antragsteller*in: | Patricia Reinsch |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 19.01.2026, 10:10 |
A10: Patricia Reinsch
Selbstvorstellung
Hallo zusammen,
ich heiße Patricia, bin 31 Jahre alt und seit 2023 Wahldortmunderin. Ich bin Ende 2024 in die Partei eingetreten und habe mich schnell dazu entschieden, auch aktiv tätig zu werden. Daher habe ich mich Mitte 2025 für die offene Stelle im Vorstand beworben und bin seit dem Beisitzerin.
Angesichts der Neuwahlen habe ich lange überlegt, ob ich mich nochmal zur Wahl stellen möchte. Dieses hat viele Gründe, doch ein ausschlaggebender ist die noch immer schwierige Vereinbarkeit von Ehrenamt und Familie, in meinem Fall als alleinerziehende Mutter. Auch wenn die Partei in Sachen Vereinbarkeit schon um einiges weiter ist als andere Organsiationen und Bereiche des öffentlichen Lebens, stehen Personen wie ich immer wieder vor der Herausforderung, trotz großer Motivation nur an wenigen Terminen und Veranstaltungen teilnehmen zu können, augrund der Uhrzeit und/oder fehlender Kinderbetreuung. Das politische System ist wie viele andere Bereiche im Alltag nicht offen zugänglich für alle Menschen und aus diesem Grund entscheiden sich viele Menschen, erst gar nicht politisch aktiv zu werden oder nach kurzer Zeit ihr Engagement wieder zu beenden - und ich kann diese Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Nun habe ich mich doch dazu entschieden, mich wieder zur Wahl zu stellen und zwar unter anderem aus diesem Grund: Ich möchte nicht wieder ein Opfer dieses Systems sein! Ich habe in meiner kurzen Zeit im Vorstand ein hohes Maß an Unterstützung von anderen Mitglieder*innen erfahren, was mir die Motivation gibt, weiter zu machen. Mir ist es wichtig, die fehlenden Teilhabemöglichkeiten zu beleuchten, zu kritisieren und zu verbessern. Was Auto- und Waffenindustrie zu genüge haben, fehlt für den größten Teil der Gesellschaft: Eine Lobby. Lasst uns also zusammen eine Lobby aufbauen, um Politik greifbarer, offener, zugänglicher und bodenständiger zu machen. Es wird sich nichts in der Welt und in Dortmund allgemein verändern, wenn immer nur die gleichen Menschen mit den gleichen Hintergründen etwas zu sagen haben. Dortmund hat Potenzial und dieses gilt es herauszuholen und zu fördern. Dafür braucht es die Stimmen von Arbeiterkindern genauso wie Akademikerkindern, Menschen mit und ohne deutschen Pass, Alleinstehenden, Familien, Alleinerziehenden, jungen und alten Menschen und vielen mehr!
Ich möchte mich als Beisitzerin im Vorstand unter anderem dafür einsetzen, dass Teilhabe in der Politik und in Dortmund einen noch größeren Stellenwert erhält. Die wahlfreie Zeit müssen wir daher nutzen, um uns mit den Menschen zu unterhalten, um ihnen unser Interesse zu zeigen, um politische Veranstaltungen zum Austausch für die Bevölkerung zu gestalten und um den Idealen der Grünen Partei wieder etwas näher zu kommen. Nach der Ampelkoalition ist viel Vertrauen in die Partei verloren gegangen, das gilt es durch ehrliche, gesellschaftliche Arbeit und Sichtbarkeit statt Floskelnschwingen wieder zurück zu gewinnen. Nur durch Zusammenhalt und Teilhabe können wir uns dem Rechtsruck, auch in der eigenen Partei, entgegenstellen. Ich bin bereit dafür.
Vielen Dank!
Patricia Reinsch
- Alter:
- 31
- Geschlecht:
- weiblich
- Geburtsort:
- Arnsberg
