| Veranstaltung: | Erste Mitgliederversammlung nach der Kommunalwahl |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5. Anträge |
| Antragsteller*in: | Felix A. Bauer und Lui Tilly Jay Dosin |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 12.09.2025, 14:19 |
A1: Einführung und Förderung hybrider Formate bei Parteiveranstaltungen
Antragstext
Die Kreismitgliederversammlung möge beschließen: Der Kreisverband verpflichtet
sich, bei Parteiveranstaltungen (insbesondere Mitgliederversammlungen, Treffen
von AG/AK, Podiumsdiskussionen) künftig standardmäßig hybride Formate zu
ermöglichen. Dies umfasst die Einbindung einer Videoübertragung, eine
bidirektionale Kommunikationsmöglichkeit für Redebeiträge sowie – sofern
technisch und rechtlich möglich – die Teilnahme an Abstimmungen. Der Vorstand
wird gebeten, die geeigneten technischen und organisatorischen Möglichkeiten (z.
B. Nutzung von „Antragsgrün“ für Abstimmungen) zu eruieren und schrittweise
umzusetzen.
Begründung
Bündnis 90/Die Grünen stehen wie kaum eine andere Partei für Inklusion, Partizipation und demokratische Teilhabe. Es ist daher nur folgerichtig, dass wir auch in unserer eigenen Praxis die bereits begonnenen Wege konsequent fortsetzen und durch hybride Veranstaltungsformate mehr Menschen die aktive Teilnahme ermöglichen.
Viele Mitglieder stoßen bei der persönlichen Teilnahme an Veranstaltungen auf Hürden, darunter:
- gesundheitliche Einschränkungen,
- Betreuungsaufgaben (Kinder oder pflegebedürftige Angehörige),
- berufliche und zeitliche Belastungen oder infolgedessen beschwerliche Anfahrtswege.
Hybride Formate senken diese Hürden und tragen zu einer inklusiveren, offeneren und zukunftsfähigen Parteiarbeit bei. Auch Menschen, die aus praktischen Gründen oder Bequemlichkeit nicht vor Ort sein können oder wollen, können so in den demokratischen Prozess eingebunden werden.
Umsetzungshinweise:
- Für Abstimmungen und ggf. auch für Wortmeldungen sollen anonyme und sichere Verfahren geprüft werden.
- Falls nicht alle Anpassungen sofort möglich sind, ist ein schrittweiser Einstieg ausdrücklich gewünscht. Wichtig ist, den Prozess zu beginnen.
- Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise sollen die hybride Teilnahme als dringende Empfehlung erhalten, sofern dies mit der im KV-Büro vorhandenen Technik oder eigener Technik nicht ohnehin schon praktiziert wird und Bedarf geäußert wird.
- Analog dazu wird es auch OV dringend nahegelegt, eigene kreative Lösungen zu finden. Auch hier sollte eine Bedarfsabfrage (keine Abstimmung) unter den eigenen Mitgliedern stattfinden und eine dementsprechende Anpassung vorhandener Treffen geprüft werden.
- Bei (öffentlichen) Podiumsdiskussionen oder vergleichbaren Abendveranstaltungen soll mindestens ein Stream eingerichtet werden, wenn eine vollumfängliche hybride Umsetzung nicht möglich ist.
Für die digitale Einbindung der Teilnehmenden kann eine Person vor Ort beauftragt werden, die als „Kommunikationsbrücke“ fungiert und sicherstellt, dass die Perspektive der online Anwesenden sichtbar bleibt.
Damit setzen wir ein starkes Zeichen für eine moderne, barrierearme und demokratisch vielfältige Parteiarbeit, die zu unseren Grundwerten und unserer politischen Identität passt.
